| Projekt Bombay |
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10 Jahre Bombay - Hilfe Seit Jahren unterstützt unsere Schule mit zum Teil erheblichen Geldbeträgen Einrichtungen - vornehmlich des Bildungs- und Ausbildungssektors - in der indischen Metropole Bombay (Mumbai). Hilfe für sozialschwache Bevölkerungsgruppen hat bei uns bereits Tradition. Erinnert sei nur an die Patenschaften von Kindern in Südamerika in den frühen 80er Jahren, an die Kleidertransporte nach Polen und Rumänien sowie an die finanzielle Unterstützung von sozialen Einrichtungen im Kölner Norden. Die Metropole Bombay - Indiens heimliche Hauptstadt - mit heute über 14 Millionen Einwohnern hat enorme Vorteile gegenüber dem ländlich geprägten Umland bedingt durch die internationale Bedeutung des Hafens, das steigende Industriepotential und die damit verbundene Ausweitung des Dienstleistungssektors. In erster Linie sind es die Wanderungsströme vom Land in die Großstadt, die für eine zunehmende Wachstumsdynamik verantwortlich und von der Stadt infrastrukturell kaum noch zu verkraften sind. Die Folge ist ein überproportional ansteigender Anteil der Slumbevölkerung, wodurch immer breitere Bevölkerungsschichten ins soziale Abseits gedrängt werden. Selbsthilfeeinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen übernehmen in den Elendsquartieren mittlerweile unterstützende Funktionen, die von den städtischen Einrichtungen nicht bewältigt werden können. Die Zusammenarbeit mit einer solchen Organisation hat viele Vorteile: sie planen anders als die Bürokraten in den Regierungsstellen, ihre Projekte sind auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt, ihr finanzieller Verwaltungsaufwand ist minimal, ihre Vorhaben sind klein und überschaubar. Wir arbeiten nun seit 10 Jahren mit CORP zusammen, was zugleich eine große Basisnähe und zielgruppengenaue Ausrichtung unserer Hilfe ermöglicht. In diesem Zusammenhang schien es uns unerlässlich, die Verhältnisse vor Ort kennenzulernen. So haben Mitglieder des Kollegiums unserer Schule schon mehrere Male private Reisen nach Bombay unternommen, um vor Ort die Projekte zu besichtigen und vor allem mit den Sozialarbeitern von CORP informative Gespräche zu führen. Unsere finanzielle Unterstützung ermöglichte - den Kauf eines Klinikmobils, mit dessen Hilfe Straßenkinder medizinisch betreut werden können Unser Hauptaugenmerk gilt mittlerweile dem zuletzt genannten Projekt. Die ursprüngliche städtische Grundschule wies einen so großen Schülerschwund auf, dass sie aufgegeben wurde, da es sich um eine Gegend handelt, die im Laufe der Jahre heruntergekommen war. Der größte Teil der mittelständischen Bevölkerung wanderte ab und der Anteil der Slumbewohner nahm zu. CORP hat die leerstehenden Räume angemietet, und so werden nun Straßenkinder unterrichtet; darüber hinaus können sie dort ihre Freizeit verbringen bzw. werden in handwerklichen Tätigkeiten unterwiesen. Unser Gymnasium trägt die gesamten Kosten: Miete einschl. Nebenkosten, Gehälter der Sozialarbeiter, Unterrichtsmittel, Mittagsmahlzeit der Kinder - praktisch eine Art Dependance unserer Schule. Rund 200.000 DM sind mittlerweile in unsere Projekte nach Bombay geflossen. Einzelne Schüler/innen und Mitglieder des Kollegiums unserer Schule haben in den vergangenen Jahren 400 DM monatlich für die Projekte aufgebracht. Der größte Teil des Geldes ist aber in den bisher durchgeführten vier Hungermärschen zusammengekommen. Unser erster Hungermarsch im Juli 1992 erbrachte 43.000 DM, der zweite im Juni 1994 59.000 DM, der dritte im Juni 1997 63.000 DM und der vierte im Juni 1999 75.000 DM. Der Dank gilt an dieser Stelle noch einmal den Schüler/innen, die mit außerordentlichem Engagement an den Märschen teilgenommen haben, den Eltern und Lehrer/innen, die sich insbesondere der Organisation gewidmet haben, und den vielen unbekannt gebliebenen Sponsoren, die uns mit Geldspenden unterstützt haben. Wir beabsichtigen, auf dem von uns eingeschlagenen Weg fortzufahren. Aus Anlass unseres Jubiläums wird ein weiterer Hungermarsch durchgeführt. Wir werden unsere Zusammenarbeit mit CORP weiter intensivieren, vor allem mit der Leitung, die von Frau Molly George (im Juni 1994 unser Gast in Pesch) auf Herrn Nitin Shinde (während des Hungermarsches im Juni 1997 anwesend) übergegangen ist, und uns vor Ort vor allem immer wieder kundig machen, wie unsere Hilfsmittel eingesetzt werden. Dr. Bernhard Schemann
Hungermarsch 2003Köln-Am Samstag, 11. Okt. 2003, um 09.00 Uhr starten Schüler und Lehrer des Gymnasiums Köln-Pesch den 6. Hungermarsch zugunsten ihres Bombay-Projektes. Wie der Projektleiter, Gerd Hillebrand, Stellv. Schulleiter des Gymnasiums Pesch, mitteilte, läuft dieses Projekt seit mehr als 10 Jahren. Mehr als 150.000 € konnte die Schule seit 1992 für das Projekt aufbringen. Allein der letzte Hungermarsch im Jahre 2001 erbrachte 50.000 €. Die Gelder gehen ohne Abzug von Verwaltungskosten in vollem Umfang nach Indien und werden dort von der unmittelbar vor Ort arbeitenden Hilfsorganisation CORP (Community Outreach Programme) eingesetzt. Konkret werden derzeit von der Pescher Schule drei Projekte unterstützt. Ein von den Spenden angeschafftes Klinikmobil fährt mit Arzt und Krankenschwester regelmäßig die Treffpunkte der Straßenkinder an. In einer Grundschule, die jeweils für ein Jahr vollständig aus den Spenden finanziert wird, erhalten die Kinder eine schulische und handwerkliche Grundausbildung und täglich eine warme Mahlzeit. Außerdem wird eine Hochhausetage finanziert. Hier kann bis zu 200 Kindern des Dharavi-Slums eine vorübergehende, sichere Bleibe geboten werden, um ihnen mit weiteren Hilfsmaßnahmen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen. Gegenüber der Presse erklärte Schulleiter Hans Theo Klug: "Die Vorbereitungen für den 6. Hungermarsch sind abgeschlossen; wir sind alle hochmotiviert und fleißig dabei, unsere Sponsoren zu gewinnen. Ziel ist es, weitere 30.000 € zu erlaufen, um die von uns getragenen Projekte für weitere zwei Jahre zu sichern. Das Geld ist hervorragend angelegt; davon konnten sich Vertreter der Schule Anfang des Jahres in Bombay direkt überzeugen.“
Wir feiern 3 Jahrzehnte Gymnasium Köln-Pesch !!!In diesem Schuljahr wird das Gymnasium Köln-Pesch 30 Jahre alt. Aus diesem feierlichen Anlass findet vom 11.-16.9. 2006 eine Projektwoche mit dem Oberthema "Indien" statt. In mehr als zwei Dutzend Projekten bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in einer Kernarbeitszeit von 9.00 -13.00 Uhr Themen wie „Kolonialzeit und Unabhängigkeit“, „Slums und Paläste“ oder „Der Einfluss Indiens auf die Mathematik“. Eine Projektgruppe wird unter Anleitung indischer Schülerinnen auch einen indischen Tanz einstudieren.
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